Lieber Anfänger der Gitarren oder des Gitarre spielen lernens!

Noten versus Tabulatur? Was geht wohin? Kann man sich den nicht den schwierigeren Weg sparen? Muss man denn zum Lernen eines Instrumentes die ganze Sache mit den Noten reinziehen, geht es denn nicht einfacher? Zu deiner Beruhigung: es ist gar nicht so schwer Noten zu lernen und vielleicht übst du gerade schon mit der einen oder anderen Notations Software oder einem Sequencer und bist überrascht, dass deine Melodielinien richtig schwierig aussehen, obwohl sie für dich einfach zu spielen sind. Und umgekehrt: du siehst ein Stück eines Lieblingsgitarristen in einem Buch und erschrickst erst einmal, was da alles an Schriftzeichen zu sehen ist. Nach eingehender Beschäftigung bemerkst du aber, daß alles gar nicht so schwer ist wie es scheint.

Daher ist es ratsam, sich einmal in Ruhe die Vor- und Nachteile von Tabulatur und Noten anzusehen - und dann kommt dir vielleicht auch der Gedanke: Noten lernen ist doch gar nicht sooo schwer, wie man denkt. Andere haben es doch auch geschafft, nicht wahr?

Notenschrift:

  1. dauert anfangs länger zum Einüben und auswendig lernen
  2. ist internationale Sprache der Musiker, jeder versteht es
  3. Plattform für den Austausch von Musikern untereinander
  4. sinnvolle Grundausstattung, die tiefe Einblicke gibt
  5. fast alles wichtige Material ist in Noten verzeichnet, auch für Gitarre
  6. verhilft zu Einblicken in Melodie, Rhythmus und Harmonieverständnis
  7. gibt dir freie Entfaltung, um deine Kompositionen und Lieder zu notieren
  8. andere können deine Stücke nachspielen
  9. zeigt Verständnis für Intervalle wie Terzen, Quarten, Quinten, z.B. warum Quintenzirkel usw.
  10. öffnet dir das Verständnis für Akkordverwandschaften, Akkordfortschritte und Beziehung in Tonarten
  11. ebnet den Weg in tieferes Verständnis für Solo Spiel auf der E- und A-Gitarre
  12. anfangs erlernt braucht man sie immer wieder
  13. man sollte daher keine Frucht vor dem Erlernen der Noten haben, es rentiert sich

Tabulatur für Gitarre:

  1. für Anfänger und zum Einstieg recht leicht zu erlernen
  2. einfache und übersichtliche Schemen, Muster und Griffbilder für Gitarristen
  3. zeigt die Fingersätze klar und übersichtlich
  4. zeigt die mechanischen Abläufe und erleichtert die Verschiebungen von Patterns auf Griffbild
  5. sehr leicht zu verstehen und anschaulich, allerdings:
  6. es ist nur für Gitarristen einsehbar, anderen Musikinstrumentalisten hilft es nichts
  7. keine Ryhthmen und feineren Erläuterungen, keine Notenwerte, Zeitlinien usw...
  8. bei Eigenkompositionen fehlt dir der Gesamtzusammenhang, um dein Lied mit anderen zu teilen
  9. als Standard für das Solo und Begleitspiel zu wenig Ausdrucksmöglichkeiten, daher immer wieder Noten überhalb zu sehen
  10. in fast allen Gitarrenbüchern & Softwareprogrammen sind deshalb Noten als Pflicht darüber mit abgebildet

Aus meiner persönlichen Erfahrung und vieler anderer Gitarristen, von denen ich nun viel im Internet und auf Gitarren Foren gelesen habe, ist es daher leicht zu verstehen, daß sich die meisten Musiker entschieden haben, der Notenschrift den Vorzug zu geben und dann Noten entweder nachzulernen, was nach Jahren des Selbststudiums viel aufwändiger ist, oder gleich von anfang an Noten zu lernen, was wesentlich leichter wäre. Tabulatur zu erlernen dauert nicht lange, nach ein paar Tagen weiß man schnell worum es geht. Ausserdem verlernst du es nie mehr. Einmal kapiert reicht. Immer dasselbe.

hier noch eine Darstellung Noten versus Tabulatur: PDF klicken

 

Natürlich habe ich zuerst mit der Tabulatur meine Pentatoniken, Patterns und Tonleitern aus Bücher geübt, da auf CD und DVD Musikbeispiele mit dabei waren. Ausserdem war ich in den ersten 2 Jahren meiner Gitarrenkurse von 11 bis 13 Jahren einfach zu jung oder nicht in der Lage, die Notensystem und Erklärungen richtig zu verstehen. Zusätzlich hatte ich Angst im Gruppenkurs mich bloßzustellen und zuzugeben, daß ich die Sache einfach nicht verstehe.

Wenn es aber später um die wesentlichen Verständnisse, das Einüben von Spieltechniken und das Gesamtverständnis von wie? und warum? ging, hatte ich nicht mehr genügend Geduld und Energie, das im Notensystem nachzulernen. Daher fehlen mir heute noch die wirklich wichtigen Zusammenhänge, die ich mir hier und da wieder mühsam zusammensammeln muss. Meine Freunde und Bekannten, die mit Noten nach einiger Zeit leicht umgingen, kamen deshalb viel schneller voran und spielten daher auch versierter und sicherer. Warum klangen denn ihre Akkorde ganz anders als meine? Was ist der Hintergrund von Powerchords und warum spiele ich hier nur 3 Saiten? Alles Fragen auf die ich nach 30 Jahren eine einfache Antwort bekam:

Da ich momentan den E-Gitarrenmasterkurs vom Georg durcharbeite, konnte ich sehen, wieviel einfache und sehr leicht zu verstehende Erkenntnisse mir über all die Jahre abgingen. In seinen Lektionen beschreibt er so schön und leicht verständlich, wie sich die ganzen Tricks, Tipps und Techniken um die Gitarre herum ableiten lassen und motiviert geradezu, sich dem Erlernen von Noten positiv zu stellen. Selbst nach Jahren der Eigenkomposition und Liederschreibens verstehe ich jetzt erst, was die Hintergründe und Beziehungen in meinen Liedern, Tonarten, Tonleitern und Griffen darstellen und warum man sie so und gerade in dem Moment spielen kann und nicht anders. Will man alles dem Gefühl nach herausfiltern, dauert es Jahre wie bei mir und man hängt immer noch an derselben Stelle wie zu Beginn. Das muss eigentlich nicht sein, denn mit der heutigen Software (z.B. Guitar Pro) ist es sehr leicht, mit Noten und Tabulatur zu arbeiten, geradezu inspirierend und macht richtig Spass.

Ich glaube, daß der E-Gitarrenmasterkurs geradezu das Perfekte Einsteigerset für alle angehenden E-Gitarristen und auch Akustik Begleiter ist, da er dir soviele Einblicke in Musiktheorie, Spieltechnik, Rhythmus, Musikstilarten, dem Konzepten und dem Ausdruck vermittelt, daß man gar nicht aufhören will, sich das nächste und nächste Video anzukucken. Man wird nicht satt, weil es selbst einem Fortgeschrittenen Spieler immer wieder neue Wege aufzeigt.

Jedenfalls verstehe ich jetzt erst richtig, was ich über all die Jahre meines Spielens aus dem Bauch raus getan habe und konnte schon viele Verbesserungen mit geringem Aufwand erreichen, allein nur durch das Ankucken der Videos und Erläuterungen, die Georg mit solcher Freude und Leichtigkeit an den Mann bringt.

Die wohl größte Einsicht gewinne ich in dem Punkt, dass ich auch klar und deutlich sehe, warum Profis und gute Amateure auf der Gitarre eben schneller, tiefer und eindrucksvoller vorankommen im Spiel, dem Ausdruck, der Fingertechnik, dem Aufbau eines Solos und vor allem in der Genauigkeit und Wiederholbarkeit von Melodielinien, da man alleine nicht auf diese Ideen kommt, um sein Spiel richtig vom Herzen in die Finger zu transferieren. Ein guter Gitarrenlehrer wir Georg motiviert nicht nur, sondern deckt einfach auch deine Schwachstellen auf, sodaß du am wesentlichen Punkt auch weiterkommst, und du entdeckst täglich, wie einfach es gewesen wäre, wenn es dir gleich jemand richtig erklärt.

Am Schluss noch: Viele nahmhafte Gitarristen, wie Ritchie Blackmore, Zakk Wylde, Jimi Hendrix, Steve Lukather, Steve Morse, Steve Vai, Joe Satriani usw., sie alle hatten eines gemeinsam - eine gute und solide Grundausbildung in der Musik oder gute Gitarrenlehrer, die sie weiterbrachten. Darauf konnten sie aufbauen und in der Rockmusik veränderten sie Welten, die Grundlage muss man sich einmal reinziehen, dann versteht man die Zusammenhänge der Melodien und Akkorde, und dann geht es richtig los, wenn es um Neue Klänge, Verbindungen und Stilrichtungen geht.

Es schließt natürlich nicht aus, daß du auch ohne Noten sehr weit kommen kannst - allerdings wird es in bestimmten Bereichen schwieriger und es reicht nur bis zu einem bestimmten Niveau - dann ist Schluss mit Lustig.

Soviel dazu - ich hoffe, es hat dir ein bischen geholfen und lass dir keine Angst machen, etwas neues zu lernen.

 

 

 

Aktualisiert ( Montag, den 07. Februar 2011 um 21:37 Uhr )