Konzert- & Westerngitarren

Du willst Gitarre spielen lernen, tja, was für ein Instrument brauche ich denn, wenn es um eine akustische Gitarre geht? Wir fangen einfach mal bei den Größen an. Hier gibt es sowohl für Kinder entsprechende Größen als auch Standard Modelle für Erwachsene in verschiedenen Größen. Zur Begriffserklärung Mensur soviel: die Standardlänge einer eingespannten Saite vom Sattel bis zum Steg ist ca. 65cm, d.h. die Saite schwingt in dieser Länge. Da es auch kleinere Gitarren gibt, z.B. für Kinder, deren Armlänge und Handgröße noch zu klein für eine Standardgitarre ist, geb ich mal eine kurze Einführung zum leichteren Überblick auf:

1. Größen für Kinder Gitarren, Konzertgitarren mit Nylonsaiten

Im Bild siehst du von links nach rechts folgende Größen: 4/4 - 7/8 - 3/4 - 1/2 - und ganz rechts in orange eine Gitalele - die 1/4 Größe geht hier noch ab. Sie wäre zwischen Gitalele und 1/2 Größe zu sehen.

Kinder Gitarren Größen und Mensuren

Bezeichnung...... bis Körpergröße....... Alter................ Saitenlänge

1/4.................. ca. 1,10m............... 4 - 7 Jahre....... ca. 44 cm

1/2.................. ca. 1,30m............... 6 - 9 Jahre....... ca. 53 cm

3/4.................. ca. 1,40m............... 8 - 11 Jahre..... ca. 58 cm

7/8.................. ca. 1,50m............... 10 - 13 Jahre.... ca. 62 cm

4/4................ Erwachsener.......... jedes Alter...... ca. 65 cm = das ist die Standardmensur (25,4 " = 64,5 cm)

 

 

Jetzt siehst du, daß man auch für die ganz Kleinen eine Gitarre mit richtiger Größe wählen kann, damit es für die Kids erträglicher ist, das Griffbrett zu bedienen und die Saitenspannung nicht zu hoch wird. Auch ist die Korpusgröße noch in einem Umfang, damit den Kleinen das Gerät nicht über den Oberschenkel kippt, oder es einfach zu unhandlich wird. Fängt man mit Nylonsaiten an, werden die Fingerchen noch nicht so strapaziert, als wenn man gleich mit Stahlsaiten beginnt und die Schmerzen sich mehren.

Kindergitarren Einsteigermodelle 3/4 und 1/2

Die Kinder können durchaus auf einer Konzertgitarre mit Nylonsaiten Schlagtechnik üben und später auf Westerngitarren umsteigen. Das habe ich selbst erfahren und auch meine Kinder sind so über ein Nylonsaiten Instrument auf die Westerngitarre vorbereitet worden. Ausserdem sind die Preise noch human, sprich ein Einsteigermodell für Kinder ist bereits ab 75.-€ bis 200.-€ zu erwerben.

Letztlich ist aber für diesen Preis noch keine perfekte Qualität bzgl. Bundreinheit, Klang und Bespielbarkeit zu erwarten. Unsere kleine Gitarre (1/2 von Ortega) hat ca. 130.-€ gekostet, klingt noch ordentlich und ist für unsere 10 - 11-jährige Tochter als Anfängerin gut zu spielen. Auch ich spiele sie ab und an recht gerne, weil sie so niedlich ist und ihren Dienst tun. Außerdem brauchen die Kleinen durchaus Motivation und Vorbilder, um zu sehen, daß auch ein Fortgeschrittener und Erwachsener durchaus gerne auf einer kleineren Gitarre spielen mag.

2. Korpusgrößen Westerngitarren

Grundsätzlich kann man immer wieder 2 verschiedene akustische Gitarrenformen sehen:

a) Dreadnought - DIE Ur-Form der heutigen Westerngitarren

Merkmale: gerade Schultern beim Halsansatz, großer Bauchdurchmesser und schlanke Tailie. Im Bild links seht ihr die schwarze Gitarre in Dreadnought Form, links daneben eine Dreadnought in Sunburst Farbe und rechts neben der schwarzen Gitarre eine Dreadnought als Cutaway in heller Farbe, dahinter eine Jumbo in Cutaway in Sunburst Farbe). Im Bild rechts seht ihr weitere Dreadnought Gitarren in verschieden Farben, die zweite rechts ist wieder in Cutaway Form usw. hinter der roten Gitarre sind dann Jumbo Formen zu sehen. Im rechten Bild wäre die erste Gitarre wieder in Dreadnought Form, dann Dreadnought mit Cutaway, wieder normale Dreadnought in rot usw...

Dreadnought Bauform Westerngitarren

Westerngitarren

b) Jumbo - bauchiger "8"er Korpus

Im Bild links siehst du eine klassische Jumbo Form mit Tonabnehmer Board für Klangregelung und Lautstärke. Die geschwungene "8"-Form ist neben den anderen beiden rechts im Bild deutlich zu erkennen, besonders der Ansatz des Körpers am Hals ist deutlich runder als bei der Dreadnought Form. Eine typische Jumbo war die J200 von Gibson, sowie die Hummingbird und Dove, J30 und J40, welche wunderschöne und verzierte Edelgitarren waren.

Westerngitarren mit TonabnehmernJumbo Yamaha Cutaway

 

 

 

c) Cutaway - Merkmal einer Dreadnought, Jumbo, Archtop oder Semiakustik Gitarre - vielfach bei elektrischen Gitarren

Bei dieser Ibanez in Jumbo Form mit diesem wunderbaren Hölzern siehst du den Cutaway Ausschnitt besonders deutlich und kannst dir sehr gut vorstellen wie treffend der Name hierfür ist: Cutaway = Ausschnitt.

Ibanez Cutaway gitarre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

d) Größen und Mensuren bei Westerngitarren - Historie der Firma Martin & Co.

Es gibt allgemein folgende Korpusgrößen oder Numerierungen wie 5,4,3,2,1, O, OO (double O) OOO (trible O), welche aus der Gründerzeit der Firma Martin & Co. seit 1833 in USA entstanden sind.  Also wie hat sich das wohl ergeben, sieht ja ziemlich unübersichtlich aus.

C.F. Martin wurde 1796 in Markneukirchen geboren und absolvierte eine Lehre in Wien. 1825 kam er zurück und wollte Gitarren bauen. 1832 gab es ein Gerichtsverfahren, in dem ihn Geigenbauern beim Fürsten ankalgten und untersagten, weiterhin Instrumente zu bauen. Er wanderte daher 1833 nach New York aus und begann sofort Instrumente zu bauen. Bereits 1838 verkaufte er sein Geschäft in New York um nach Nazareth in Pennsylvania umzusiedeln. 1840 entwarf er das berühmte X-Bracing an der Unterseite der Decke zwecks Verbesserung der Klangfülle und Schwingungsverhaltens. 1859 gründete er seine erste Fabrik. 1917 kam die erste Dreadnought als 12 Bünder auf den Markt. Etwa 1929 bis 1931 gab es dann die Dreadnought als 14 Bünder.

Zuerst entstanden bei der Firma Martin Bezeichnungen für kleinere Gitarren von Größe 5 bis 1, wobei 1 die größte Bauform war, danach folgten logischerweise Bezeichnungen für noch größere Gitarren von 0 bis 000. 1997 hat Martin sogar eine Gitarre als OOOO gebaut, die mit der Typenbezeichnung "D" bekannt wurde. Der Grund war, daß die Gitarristen immer mehr Lautstärke wollten und die Gitarrenhersteller auf diesen Wunsch eingehen wollten. Das Synonym oder Modellbezeichnungen für die "O" Bezeichnungen sind folgende:

0 steht für Concert, 00 steht für Grand Concert und OOO steht für Auditorium, OM steht für Orchestra Mode und bedeutet, daß die Bauchbreite (untere Schulterbreite) nicht mehr größer ist, wohl aber der Hals in der Breite von 42,9mm auf 44,5mm vergrößert wurde, sodaß Fingerpicker mehr Comfort hatten. Die Orchestra Mode Gitarre war lauter, hatte einen breiteren Saite nabstand und als Optik ein kleineres Schlagbrett aus Plastik. Die erste Orchestra Mode wurde in den 30er Jahren von Martin gebaut und hatte am 14. Bund den Übergang vom Hals in den Korpus und war somit die erste Dreadnought als 14 bündige Gitarre. Vorher war es Standard, den Hals am 12. Bund in den Korpus einzubauen.

Die gute Nachricht ist folgende: Obwohl man meint, daß die Lautstärke und der Klang von der Größe des Korpus abhängig sein, ist dies nicht zwingend erforderlich. Die Größe des Korpus ist nur eine von mehreren Einflussfaktoren für Klang, Lautstärke und Ansprache. Maßgeblich sind auch die Deckenbeleistung, die Holzauswahl sowie andere geheime Details im Gitarrenbau, die bei gleicher Form ganz andere Klangwelten erschließen.

Das bedeutet für deine Entscheidung beim Gitarrenkauf, daß du nicht auf die Größe alleine achten musst, sondern auf alle anderen Details wie Bespielbarkeit, Halsdimensionen, Hölzer, Klang, Volumen, Ansprache, Bassvolumen, Höhen, Transparenz, Verarbeitung und Farbe. Dabei ist es letztlich egal, ob du dich für eine O, eine double O oder trible O - eine Dreadnought oder Jumbo - mit oder ohne Cutaway - entscheidest.

Das GESAMTPAKET muss für dich stimmen.

Ian Anderson von Jethro Tull bewies z.B. mit einer O-Dreadnought Größe, daß diese Gitarre durchaus für Akustik Rock völlig ausreicht. Der bekannte Rockgitarrist Steve Howe von YES spielte dann eine OO-Dreadnought Gitarre als 14-Bünder (der Hals geht am 14. Bund in den Korpus über, daher ist der Korpus kürzer). Diese 2 Gitarristen bekamen von der Firma Martin Signatur Modelle für Ihren positiven Einfluß und musikalischen Leistungen in der Rockgeschichte. Weitere Signatur Modelle wurden für Jonny Cash, Eric Clapton, Richie Sambora, Mark Knopfler, Sting, Tom Petty und viele andere Gitarristen erstellt. Wenige deutsche Gitarristen erhielten Signaturen wie Peter Bursch, der wohl bekannteste Gitarrenlehrer in Deutschland sowie Wolfgang Niedecken von BAP.

Die erste Dreadnought - 1917 von Martin gebaut, hatte damals die längste Mensur von 25,4 Zoll = 64,5 cm Saitenlänge und der Hals ging am 12. Bund in den Hals über.  Dann brachte Martin mit der D-28 und D-18 um 1931 das legendäre Flaggschiff richtig ins Programm.

Hauptmerkmal einer Dreadnought ist vor allem: die hohe Transparenz, die druckvolle Wiedergabe, der lange Sustain, die optimale Bespielbarkeit für Flatpicker, sodaß Fingerpicker, Bluegrass Spieler und Akustikrocker dieser Bauform den Vorzug gaben.

Demnach gab es also: 5, 4, 3, 2, 1, O,  OO, OOO, D (=OOOO) und J. Die Bezeichnungen wurden natürlich ständig erweitert. Nachdem ich gerade ein wichtiges Buch über Akustische Gitarre lese ist mir jetzt klarer, dass die Firmen Gibson, Guild sowie Martin & Co ständig Dimensionen und Mensuren sowie den Ansatz am Hals (manchmal am 12. Bund - dann wieder am 14. Bund) änderten. Auch die OM Form ist in den 20er bis 30er von Martin gebaut worden, dann wieder eingestellt worden und danach wieder auferlegt worden. Hier gibt es Mischformen und kleine Unterschiede in den Halsbreiten, den Mensuren und den Korpusgrößen und Formen.

Die US-Firma Gibson hat anfangs ihre Dreadnought Gitarren Jumbo genannt, obwohl die Form noch wie eine Dreadnought aussah. Diese Jumbo von Gibson hatte im Gegenzug zur Martin's Dreadnought klarere Mitten, wuchtige, knackige B ässe - war aber etwas trocken im Verlgeich zu den Martin Gitarren. Danach erst stieg Gibson auf die richtige, heutige Jumbo Form um, Guild baute die Jumbo F50 im Jahre 1954, mit 42,9 cm Bauchbreite. George Lowden wurde mit seiner O-Serie für Jumbos bekannt und Steve Klein baute eine Jumbo mit 45,7 cm Bauchbreite.

Ältere und kleinere Gitarren Modelle benannte man im 19. Jahrhundert als Parlor, die häufig von Frauen schon in der Viktorianischen Zeit gespielt wurden. Die Parlor wies den kleinsten Korpus auf und war im Gegensatz zu den Standards von Antonio Torres (Spanien) eine kleine Gitarre mit der Mensur von 55,9 cm bis max. 63,5 cm Saitenlänge. Während Antonio Torres in Spanien/Europa den Standard für die Klassische Gitarre legte (also der größere Korpus wie heute), wurde in Amerika noch lange die kleine Parlor verwendet. Heutzutage findet die Parlor Größe wieder Bewunderung, weil sie so klein und schön ist, dabei aber dezent und abgerundet klingt, daher nehmen manche Gitarrenbauer diese Form wieder auf. Die Firma Martin zog dann mit der Dreadnought Form der klassischen Gitarrengröße von Torres nach - und baute größere Gitarren und machte diese Dreadnought-Größe in Amerika Anfang des 20. Jahrhunderts zum Standard.

e) Mini Jumbo

1951 wechselte Gibson mit der Jumbo auf eine kleiner Version um und nannte sie Mini Jumbo. Diese hatte eine Bauchbreite von 40,6 cm. Auch die Takamine NEX übernahm dieses Design. Die Mini Jumbos sind einfach kleiner weisen aber dennoch die markante "8"er Form auf und lassen sich sehr schön spielen, wenn man etwas kleinere Körper- und Handgrößen besitzt.

f) was wollen wir uns merken

Heutzutage gibt es diese Hauptformen und Größen:

  • Concert = O
  • Grand Concert = OO
  • Auditorium = OOO
  • D = OOOO
  • Classic N
  • Dreadnought 12 = Halsübergang am 12. Bund, daher längerer Body - älterer Standard
  • Dreadnought 14 = Halsübergang am 14. Bund, daher kürzerer Body - heutiger Standard
  • Die legendäre D-28 von Martin in Dreadnought von 1931 ist praktisch der Vater der heutigen Dreadnought Formen und Größen
  • Jumbo und Minijumbo
  • Archtop Jazz Gitarren
  • Semiaktustik Gitarren
  • spezielle Gypsy Swing Gitarren in Handfertigung

Wir wissen jetzt jedenfalls, daß die bekannten Western-Gitarren namens "Martin" auf eine bewegte Gründerzeit (ab 1833) zurückgingen und zur Nomenklatur und den Größenstandards beigetragen haben. Andere Hersteller wie Gibson und Guild, Taylor, Lakewood, Lowden, Larrivee, Godin und viele andere haben sich daran angelehnt, aber auch eigene Mensuren mit leichten Unterschieden gebaut. Eigentlich spielt es gar keine Rolle welche Bezeichnung eine Gitarre hat, wenn du die Gitarre in der Hand hältst und sie spielst, wirst du sehr schnell merken, ob sie DEINE werden kann oder nicht.

g) Hybrid Gitarren

sie haben Nylon Saiten wie eine Klassische Gitarre, geben dir aber das Gefühl eine Stahlsaiten Gitarre zu spielen, da hier die Halsbreiten usw. angepasst wurden. Größen gibt es im Bereich von OO bis OOO. Ein Beispiel ist die NP 65 C von Takamine.

h) Archtop Gitarren

Archtop Gitarren

Archtop

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Archtop Gitarren haben meist gewölbte Decken und Böden, sowie diverse F-Löcher oder andere Schallöcher. Sie sind oft mit Tonabnehmern ausgerüstet für Jazz Gitarristen. Gibson baute eine legendäre Archtop, die L5 von 1924 mit einer Bauchbreite von 40,5 cm. Der Steg ist lediglich aufgesetzt

Dann folgten Modelle mit 17" = 43,2 cm, 18" = 45,7 cm und sogar eine 19" Gitarre mit 48,3 cm Bauchbreite. Bei Archtop Gitarren sind die Stege nicht fest und werden nur aufgelegt (wegen der gewölbten Decke). Die Saitenhalte rung - meist aus Metall oder einem längerem Holzteil - kann vom Boden übers Eck zur Decke gehen usw.

 

3. Konzertgitarren

Einsteiger Konzert Gitarren

Konzertgitarren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie gibt es schon sehr lange, bereits in der Bibel steht, daß König David auf einer Harfe spielte, man hört von Zitherspielern und später auch von der Laute mit 4 Saiten. Im Mittelmeer, von der Türkei bis Griechenland, Nordafrika bis Spanien hin sind die Saiteninstrumente seit langem bekannt. Richtig los ging es im Mittelalter als die Minnesänger bei Königen und Fürsten Eindruck machten und ihre Lieder auf Saiteninstrumenten begleiteten. Im 17. und 18. Jahrhundert festigten sich dann die Bauformen, Saitenanzahl und auch Notation hielt Einzug ins Abendland. Den wohl größten Einfluß auf die Konzertgitarre hatte der spanische Gitarrenbauer Antonio Torres, der 1817 bis 1892 lebte und die Konzertgitarre in die heutige Form und Größe brachte. Sie gilt als Grundlage der heutigen Konzert Gitarren. Wie oben beschrieben gab es vorher recht kleine Gitarren, die Parlor genannt wurde.

Die klassische Gitarre geht also auf das 16. Jahrhundert zurück und hat mit Laute und klassischer Gitarre Einzug in die musikalische Unterhaltung der Menschheit genommen.

Renaissance.....15. bis 16. Jahrhundert - ab hier gibt es Aufzeichnungen von Lautenspielern

Barok.............1600 bis ca 1750

Klassik...........1750 bis 1840

Romantik.......1840 bis 1920

Die Konzert oder Klassische Gitarre wurde also in der Kammermusik / klassischer Musik verwendet, als auch in der Volksmusik (ein Hoch auf die lustigen Bayern, die mit Zither, Bass und Gesang das Herz höher leben lassen) - sie freut sich in Lateinamerika großer Beliebtheit und findet bei der spanischen Flamenco Musik große Bewunder er ihrer Zuhörer.

Typischerweise wird die Konzertgitarre nicht mit dem Plektrum sondern mit den Finger gezupft bzw. angeschlagen, was der Technik, Ausstrahlung und der Begleitung den typischen Klang und Charakter verleiht. Früher waren die Saiten aus Naturdarmen gemacht, heutzutage werden sie künstlich hergestellt, wobei die Bass-Saiten Metallumfassungen haben. Durch den weichen Klang der Saiten, die wunderbaren und romantischen Stimmungen, die man damit bewirkt, und auch durch die hervorragenden Spielweisen und Spieltechniken berühmter Instrumentalisten wird sie wohl immer im Zentrum der Aufmerksamtkeit bleiben. (Tipp: das jährliche Gitarrenfestival in Hersbruck zw. Nbg und Amberg, jeweils Ende Juli / Anfang August sollte dir Gelegenheit geben, hervorragende Künstler in freundlicher Atmosphäre zu genießen, selbst als eingefleis chter Rockgitarrist kannst du da Wunder und Überraschungen erleben, was alles auf solchen Instrumenten möglich ist). Grundsätzlich ist ein wohlausgesuchtes Gitarrenkonzert der Klassik mit professionellen Spielern immer eine Ohren- und Augenweide.

Die größten Unterschiede zur Westerngitarre gibt es bezüglich der Dimensionen am Hals, das Griffbrett ist wesentlich breiter, der Hals in der Regel auch dicker und bi etet genügend Platz für breite Finger. Auch sind die Mechaniken meist aus Holz, die Befestigung der Saiten am Steg wird durch Knoten bewerkstelligt.

Im unteren Bilde links siehst du nochmals verschiedene Hölzer bei Westerngitarren. Ebenso unterschiedliche Hölzer und feinste Verarbeitungen gibt es bei Konzertgitarren. Die Firma Hanika in Baiersdorf beispielsweise stellt in Deutschland hochwertigste Konzertgitarren her und in ihren Prospekten kannst du staunen, wie schön, fein und edel heutzutage Gitarren in Deutschland gefertigt werden. Ab einer bestimmten Preisklasse - z.B. ab 1.000.-€ würde ich dir persönlich vorschlagen, eine Konzert-Gitarre zu wählen, die in Deutschland, Spanien, EU oder USA gefertigt wurde. Abgesehen vom guten Service, der deutschen, europäischen oder amerikanischen Wertarbeit und der großen internationalen Erfahrung erwirbst du dir ein Instrument für die nächsten Jahre, mit der du nicht nur zuhause sondern auch auf Konzerten vollauf zufrieden sein wirst. Geh doch mal in einen Laden und probier dich durch.

Hölzer bei WesterngitarrenKlassikgitarren

Für die Bilder auf dieser Seite danken wir nochmals dem Musikhaus Wittl und Sound Aktuell in Regensburg für die freundliche Atmosphäre und gute Beratung.

Aktualisiert ( Mittwoch, den 12. Januar 2011 um 10:08 Uhr )