2. Tonband Geräte

  • 2-Spur Tonband Geräte

Wer in den 70ern ein Tonbandgerät sein Eigen nennen konnte befand sich damit schon im Kreise der Erlauchten und Begnadeten. Stundenlang wurde um das Gerät getanzt und bestaunt wie toll die Qualität der Aufnahmen war, egal ob vom Radio oder dem Plattenspieler. Profigeräte gab es natürlich auch von AEG, Akai, Braun, Dual, Grundig, Loewe, Nordmende, OTARI, Philips, Pioneer, REVOX / STUDER !!!, Saba, Schaub-Lorenz, Sony, Telefunken, Technics, und UHER usw...

Irgendwann in den 60ern genügte die 2-Spur Aufnahme nicht mehr und die Toningenieure machten sich Gedanken, wie man die Sache aufmotzen konnte. Die Beatles und andere Burschen in den USA waren hier stark im Wettbewerb und so dauerte es nicht lange, bis die erste 4-Spur Maschine auftauchte und soviel ich gelesen habe, waren die Beatles mitunter die erste Band, die für ein neues Album mit 4-Spur Technik Aufnahmen betrieben. Ich denke, REVOX/STUDER waren hier maßgeblich beteiligt.

  • 4-Spur Tonband Geräte

ab ca. Mitte der 60er Geräte von REVOX / STUDER und OTARI,

  • 8-Spur Tonband Geräte

in den späten 80er und Anfang der 90er waren dann schon semiprofessionelle Geräte von Fostex, Tascam, Akai usw. für den Amateurmusiker zu haben. Auch ich habe ein 8-Spur Tonband Gerät von Fostex, das A8, bedient. Diese waren dann mit Dolby B und C oder Dolby Pro ausgestattet und verrichteten treu ihre Dienste.

  • 16-Spur Tonband Geräte

für die großen Studios gab es immer wieder die neuesten Geräte von REVOX / STUDER und OTARI im Bereich 1/2 und 1 Zoll Ton-Bandbreite.

  • 24-Spur und evtl. 48-Spur Tonband Geräte

Die größten Tonbänder waren dann die 24-Spur Geräte mit 1 Zoll Bändern oder evtl. 48-Spur Geräte mit 2 Zoll Bändern und einiges an Gewicht und Ausstattung. Für Laien unbezahlbar. Hin und wieder erhascht man ein Bildchen aus einem früheren Studio und man kann sich vorstellen, wieviel Abwärme solche Anlagen produziert haben. Die Preise waren bestimmt im Bereich über 100.000.-DM und nur Profi Studios konnten sich so etwas leisten. Natürlich braucht es da auch das entsprechende Mischpult mit allem drum und dran dazu, sowie die vielen Inserts für Kompressoren, Dynamics, Effekte usw... Die Pulte alleine kosteten schon ein Vermögen... Wer sich Dokus über ABBA und alte Bands ankuckt, der sieht, was das damals an Aufwand bedeutet hatte.

 

Aktualisiert ( Freitag, den 03. Dezember 2010 um 11:14 Uhr )