1. Kassetten - Recorder

  • 2-Spur Kassettenrecorder

Eines der ältesten Geräte für Aufnahmen war und ist heute noch der handelsübliche Hifi-Kassettenrekorder in unterschiedlichen Ausstattungen, von extrem billig bis hochexclusiv teuer und bestens ausgestattet. In den 70ern war man schon froh, wenn man irgendein Gerät vom Quelle Katalog für 100.-DM zu Weihnachten geschenkt bekam und dann wurde so alles mit aufgezeichnet wonach man Lust und Laune hatte. Meist gab es in den Teilen ein billiges Mikrofon und schon gings los. Wollte man die Teile mit Stereoanlagen verbinden mussten die DIN Stecker benutzt werden, die man heute fast nicht mehr sieht. Ein aussergewöhnliches und hochprofessionell ausgestattetes Gerät habe ich Anfang der 90er benutzt - ein TEAC Z 7000 - damals ca. 2500.- DM wert - das in jeder Hinsicht super war. Sensor Logic Steuerungen, zw. Vor- und Rücklauf war kein Stopp der Spulen zu erkennen, Hinterbandkontrolle, Aussteuerungskontrolle mit zig LED's, und vieles mehr. Für mich war es ein Dinosaurier an Analog Technik, das ganze Teil war ca. 10-15kg schwer und mit viel Holz umgeben. Die Aussteuerung war so hoch, daß man die Metall-Masterkassette direkt ins Kopierwerk senden konnte. Wer noch so ein Gerät besitzt könnte direkt einen Sammlerpreis dafür bekommen. Für den Profibereich gab es die Tascam MKII Serien, die mit Doppelkassettendeck Funktionen ausgestattet waren und diverse Eingriffe in die Aufnahme ermöglichten.

Selbst heute gibt es noch von Tascam die Doppelkassettendecks CD-A550 und CDA750 in gewohnter hoher Qualität.

  • 4-Spur Kassettenrecorder

Unter vielen Musikern bekannt ist die berühmte Tascam Porta Studio Serie, die auf Kassette aufnahm und bis 16 Spuren erhältlich war. Erst kürzlich habe ich so ein Flagschiff in unserem Sound Aktuell Laden rumstehen sehen. Die Teile waren sehr leicht zu bedienen, hatten die nötigsten Mischpult Funktionen drin und man konnte durch mehrmaliges Überspielen einfach und gut seine Idee auf Kassettenband bringen. Natürlich gab es auch andere Hersteller, die ich aber nicht mehr zusammenbringe, ist schon ein Weilchen her. Möglicherweise gab es Teile von Akai, Sony, Revox, Studer oder anderen. Auch Journalisten und Redakteure waren sehr häufig mit den tragbaren 2 oder 4 Spur Rekordern ausgerüstet, die aber preislich für Rundfunk und Fersehen entsprechend hoch angesetzt waren. Da ging es dann ab 1500.- DM los.

  • 8-Spur Kassettenreccorder

Tascam Porta Studio mit 8 Spuren

  • 16-Spur Kassettenrecorder

Tascam Porta Studio mit 16 Spuren

man muss sich mal vorstellen, wie klein so ein Tonkopf eigentlich ist. Auf die Breite eines Kassettenbandes sind also 16 einzelne Tonköpfe, dazwischen muss noch Platz sein für die Übersprechdämpfung, davor sind nochmals Köpfe fürs Löschen und danach die Köpfe für die Hinterbandkontrolle angebracht und innen drin sind die Magnetköpfchen noch mit Spulen umwickelt. Was hier mechanisch geleistet wurde war und ist vom Feinsten. Und die Geräte funktionieren heute noch. Wer sich so ein Gerät günstig erwerben kann wird staunen, was damals schon alles möglich war.

Aktualisiert ( Freitag, den 03. Dezember 2010 um 11:59 Uhr )