Eine Firma, die du sicherlich kennst ist "Boss" - welche unter Roland weltweit bekannt sind. Auf dieser Page findest du einfach alles, was es an Bodentretern geben könnte:

http://www.bosscorp.co.jp/en/index.html

Es ist schier unmöglich alle Geräte von Roland und Boss aufzuzählen, soviel nur am Rande: jeder kennt sicherlich die guten Roland E-Pianos, die elektronischen Schlagzeuge, sogar Gitarren und Gitarrenverstärker, wie der bekannte Roland Jazz Chorus, den es mittlerweile seit 30 Jahren gibt oder den sehr günstigen Roland Micro Cube, den ich mir selbst auch zugelegt habe, weil du ihn überall mit hin nehmen kannst und sogar mit Batterien geht und die wichtigsten Effekte und Ampsimulationen drinne hat.  Boss ist mehr bekannt für die Bodentreter Pedale, Effekte, Rhythmus-maschinen wie den bekannten DR 880 usw., Aufnahmegeräte, Looprecorder, Multieffekte (GT-X Serien) sowie diverse andere Bodentreter Pedale, Zubehör und Hilfsgeräte wie Tuner für die Bühne.

Ansonsten kannst du im Internet diverse Hersteller finden wie: Behringer, Dunlop, Digitech, Electro Harmonix, Fender, Line6 usw., Vox, Rocktron (Tom Scholz von Boston) Marshall, Zoom, T.C. Electronic, und tausend andere mehr, ich nenne einfach nur die bekanntesten.

Bodeneffekte Multieffekte für E-GitarreAlles was irgendwie mit E-Gitarren und Verstärkern zu tun hat, stellt heute auch Bodeneffekte her und anders herum, da kennste dich nicht mehr aus. Was bleibt sind einfach eine Handvoll sehr guter Hersteller wie Boss, Zoom, Line, Vox, T.C. Electronic, Morley, MXR, Marshall, Rocktron, die einfach schon sehr lange am Markt sind und daher über eine größere Grunderfahrung verfügen, die erst einmal aufgeholt werden müsste. Damit man durchblickt habe ich die Effektgeräte ein bischen systematisiert und sage für jede Rubrik ein bischen dazu. Was du nun nehmen sollst, entzieht sich meiner Erfahrung und Kenntnis, dafür ist der Markt zu groß, dein Geschmack ist viel wichtiger und jeder schwört auf etwas anderes. Wie immer mein Grundsatz: Probieren, probieren, probieren !!! Dann hörst du gleich, was Sache ist.

In der Regel weisen alle Multieffektgeräte diese Hauptmerkmale auf: Level Menues (Eingangs- empfindlichkeit) Noise Gate, Compressor, EQ, Reverb, Delay, Modulation (Flanger usw.) Pitch (Choruseffekte), Amp Simulationen, Speaker simulationen, Boost funktionen, Tap fürs Delay einstellen usw... Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt.

Effektgeräte können vor dem Amp angeschlossen werden oder über Send /Return des Verstärkers eingeschliffen werden, was zw. Vor- und Endstufe ist, und daher die Verzerrung nicht stört. Sie können hintereinander - also in Reihe - oder auch parallel geschaltet werden, wie du wünscht und wie es am besten klingen soll, steht alles in der Anleitung drinne. Aber:

Man kann es auch übertreiben mit den Effekten. Was hilft es, dir 300 Presets zu haben und noch zusätzlich 300 eigene Sounds zu gestalten und abzuspeichern, wenn du nicht mehr zum spielen kommst? In letzter Zeit viel mir auf, daß die Profis und alten Hasen sich wieder von den meterhohen Racks verabschiedet haben und man beobachtet häufig ihre Bodentreter und Verkabelungen. Andere bleiben bei ihren Racks und ich meine am Fernseher David Gilmour von Pink Floyd erwischt zu haben, der noch mit dem alten 2meter hohen Rack und Gitarre spielte. Steve Lukather selbst hat immer wieder umgesattelt. Laß dich aber nicht täuschen: Selbst wenn vorne nicht viel zu sehen ist, hinter der Bühne geht's rund. Dafür haben sie ja ihre gut bezahlten Techniker, die ihnen alles so verkaben und einstellen, wie sie es brauchen. Damit haben sie auch ihren ganz individuellen Sound, den du einfach nicht hinkriegst, kannste programmieren, was de willst! ein Tipp: sieh dir mal die Homepage oder Auftritte deiner Lieblingsgitarristen an, hier und da zeigen sie ein Bildchen ihrer Anlagen und man erkennt: da ist mal wieder viel vom guten alten Techniker hingebogen und verändert worden, obwohl sie Standard Geräte verwenden, jedoch die Verschaltung und Bedienung ist sehr individuell zugeschnitten. Könnte ja jeder kommen, Gerät kaufen, anschließen und du hast den phänomenalen Boston Sound, oder? Leider nicht ganz....

Der sanfte und schlanke Einsatz von Effekten will einfach gelernt sein und zuviel kann auch schaden ! Wenn du allerdings flexibel sein musst und viele Sounds imitieren musst, dann kannst du heute mit relativ günstigen Geräten jede Menge rausholen, je nach deinem Geschmack. Also - je nach Anwendung. Nur: ein üppiges Effektgerät macht noch keinen guten Sound und gutes und markantes Spielen ist durch nichts zu ersetzen! Daher hört man immer wieder gute Burschen einfach mit Gitarre und Verstärker und es kommt immer noch genug rüber. Der sinnvolle und richtige Einsatz der Effektgeräte will einfach geübt werden. Das kannst du sehr schnell beim Zuhören erkennen.

Ein Tipp von Georg und mir: Beginne anfangs mit einer Kombination von Reverb (Hall) und Chrous / Flanger, oder Delay und Chorus. Reverb und Delay können sich leicht stören, da du mit dem Pre Delay Regler des Reverbs Verzögerungen bekommst, die einem Delay ähneln und sich stören können.  Lass dich nicht von den Presets der Geräte blenden, da sie dir hier die üppige Auswahl an Effekten schnell und effizient zeigen wollen und diese Effekte sehr stark im Mix aufgedreht sind. Beginne deshalb am Anfang, die Effekte mit den Raumgrößen von klein nach groß zu steigern, also von 1sec nach 5 sec den Raumhall aufdrehen und den Mixanteil von 10 auf 30% zu steigern. Du wirst sehr schnell sehen, wie intensiv Raumhall sein kann. Dann gibst du das Predelay von 10msec bis 100msec dazu und bemerkst, daß sich das ganze sehr schnell nach Delay anhört. Gibst du noch Chorus dazu reicht das eigentlich schon, mit Kompression und EQ bist du schon voll dabei. Die ganze Geschichte machst du dann von der anderen Seite: wähle dir einen schönen Chrous Effekt, gib Kompression und EQ dazu, und setze das Delay im Takt Rhythmus dazu, z.B. mit 1/4 dann mit 1/8 Schlägen oder du holst dir eine Tabelle aus dem Internet und kuckst nach, in welchem Tempo dein Lied ist, z.B. 120 bpm und hast dann umgerechnet die msec Anteile deines Delays z.B. 250msec, 350msec, 500msec usw... je nachdem in welchem Tempo dein Lied ist.

Am besten du beschäftigst dich zuerst alleine mit allen Regelmöglichkeiten von Raumsimulationen und danach mit Delayoptionen. Selbst ein blankes Solo alleine mit Delay ist schon eine sehr große Bereicherung und benötigt im Beat entsprechend Platz, damit es schön zu Geltung kommt. Hier ist viel Übung gefragt und wie schon mehrmals bemerkt: Weniger ist mehr!

Bedenke aber auch: vieles wird auch noch im Studio dazugemischt und verbreitert oder klanglich links und rechts unterschiedlich gemischt, damit nicht alles gleich klingt. Hier müsste man sich auch gründlich mit Arrangements und Abmischen beschäftigen. Ein guter Tonmeister könnte dir da viele Tricks verraten. Da heutzutage viele Effekte in Software, Sequencern usw. angeboten werden, nur soviel dazu: dein kleiner Effect im No-Name-Sequencer kann mit Sicherheit nicht mit einem professionellen Gerät der höheren Preisklasse mithalten, einem Gerät, das alleine schon mehr kostet, wie vielleicht ein kompletter PC und Sequencer zusammen. Laßt euch da nicht täuschen, gute Sachen kosten schon ihren Preis und ab einem bestimmten Niveau sind dann auch die Effekte so einstellbar, wie du es im Profigerät selbst einstellen kannst, z.B. im Emagic Logic Studio oder Pro usw...

Ich wiederhole mich gerne: ausprobieren und nochmals ausprobieren, bis es passt. Ich persönlich habe mir das Nova System von T.C. Electronic ausgewählt, weil es die schönen, alten Analog Sounds bietet und sehr übersichtlich zu bedienen ist. Außerdem habe ich bewusst auf Speaker- und Ampsimulationen verzichtet. Auch mit diversen Vorschaltgeräten kann man sich sehr schnell nachrüsten. Du stehst vielleicht auf das GT-10 von Boss oder auf ein Zoom, Line oder VOX Gerät? Gerne, Hauptsache, du hast Spass dabei! Alleine ein guter Amp mit Clean, Crunch und Volldampf Abteilung zusammen mit einem gutem Raumhall oder einem perfekt eingestelltem Delay kann schon wahre Wunder bewirken. Höre die Lieder deiner Lieblingsbands oft an und versuche herauszuhören, mit welchem Effekt sie Begleitung oder Solo spielen. Das kann man relativ schnell lernen und schult dein Ohr.

 

Aktualisiert ( Sonntag, den 16. Januar 2011 um 21:16 Uhr )