Die ersten richtig gut funktionierenden Tonabnehmer für Gitarren entwickelte die Firma Rickenbacker in den 30er Jahren des letzen Jahrhunderts. Danach traten Firmen hervor wie DeArmond, Martin & Co, Gibson, Epiphone, die seit den 40er Jahre mit Hochdruck an vernünftigen Verstärkungsmöglichkeiten für Akustik Gitarren arbeiteten.

folgende Tonabnehmer Typen sind heutzutage im Einsatz:

  1. aktive oder passive Systeme
  2. Transducer unter der Stegeinlage - piezoelektrische Kristalle die eines Preamps bedürfen (Shadow, Fishman, L.R. Baggs, Highlander, Duncan)
  3. Decken Transducer - Haft- oder Kontakt Pickup genannt, auch Kondensat-Mikrofone im Einsatz
  4. Magnet Tonabnehmer im Schalloch montiert
  5. Humbucker oder Single Coil Pickups
  6. Kombinationen aus Tonabnehmer und Mikrofon im Inneren der Gitarre
  7. Mikrofone mit Phantomspeisung, Batteriebetrieb - mit / ohne Preamps

In der Regel kann man sich heute sehr leicht Gitarren suchen, die schon mit Tonabnehmer Systemen ausgestattet sind und die Wahl nach dem richtigen System ist daher schon gelöst. Nachrüstungen sind eher aufwändig und eine gute Beratung ist daher Pflicht. Selbst günstige oder preiswerte Gitarren können mit Abnehmersystemen ausgerüstet werden und der Klang kann sich hier und da durchaus hören lassen, im optimalen Fall tritt eine wesentliche Verbesserung ein, vor allem wenn man über einen Verstärker spielen möchte. Allerdings sollte man nicht zu sparsam sein, schließlich soll das ganze für eine längere Zeit gut klingen und man will ja nicht alle 2 Jahre das neueste System einbauen lassen.

Wer seine akustische Gitarre über ein Mikrofon abnehmen möchte hat zuhause für seine Aufnahmen eher weniger Probleme, da hier das lästige Feedback über die Verstärkung entfällt. Gute Mikrofone, vor allem Großmembran Mikros bekommt man schon für ca. 150.-€, aber auch andere Kondenser Mikros oder sogar dynamische Mikros kann man einsetzen, wenn man denn etwas von Aufnahmetechnik versteht und gerne experimentiert. Die besten Ergebnisse erzielt man allerdings mit Großmembran Mikros.

Auf der Bühne sieht die Sache schon etwas anders aus. Da kann es sehr schnell pfeiffen, klirren, scheppern, brummen oder Rückkoppeln, daß es einem die Tinitusschäden in die Ohren treibt. Manche Gitarristen schwören darauf, allerdings ist das Handling sehr kniffelig, da man sich nicht zu extrem seitlich bewegen darf, d.h. der Musiker muss seine einmal fixierte Haltung gut kontrollieren können und einiges über die klanglichen Unterschiede wissen, wenn er sich von der vorher festgelegten und abgestimmten Richtung wegbewegt. Möglich ist alles, nur eine Frage der Technik und der Geduld. Bei bestimmten Konzerten geht es nicht anders, vor allem wenn man mit Konzertgitarren hantieren muss. Ein guter Tontechniker hält hier Mikros bereit, die sogar größere Abstände zulassen. Bestimmte Geräte, die die Tonhöhe leicht verändern, pitchshifter oder auch mit Delays kann man arbeiten. In der Regel wissen aber professionelle Jungs Bescheid wie es geht. Für unerfahrene Leute kann ich nur empfehlen, die Sache unbedingt vor dem Konzert ausgiebig zu probieren, sonst könnte der Abend ins Wasser fallen.

Aktualisiert ( Dienstag, den 11. Januar 2011 um 12:43 Uhr )