Der erste Anblick einer Gitarre ist wohl die Farbe, Lackierung und Form - eine reine Geschmacksache und so vielfältig und unterschiedlich wie der Mensch selbst wohl sein kann. Daher ein besonderes Kriterium für den Hersteller, sich darüber intensive Gedanken zu machen. Die ganze Sache kommt natürlich aus den Erfahrungen der Möbel und Instrumentenhersteller. Lacke sind schon sehr alt und reichen wohl bis auf die Ägypter zurück, die mit Schellackharzen ihre Mumiensärge überzogen. Das Schellackharz wird von einer Schildlaus art ausgeschieden und von Bäumen abgekratzt, wodurch es als Blättchen erhältlich ist. Dieses Harz ist sehr ähnlich dem Hautleim, welcher im Orgelbau häufig verwendet wird. Der Schellack wird in vielen Schichten aufgetragen, da er sehr dünn und nur schwer löslich in Alkohol ist. Folgende Lacke werden verwendet:

  1. Schellack Politur
  2. Kunststoffharze wie Nitrozelluloselacke
  3. katalytische Polymerlacke
  4. Buntlacke, z.B. wie bei der bekannten Sunburst Mehrfarb Lackierung

Lacke sollen die Gitarre vor Schmutz, Staub, Kratzern oder Beanspruchungen entsprechend schützen, sollen die Farben zur Geltung bringen, dürfen nicht reißen, springen, Blasen bilden oder gar aufbrechen. Außerdem sollen sie die Gitarre vor Feuchtigkeit schützen. Letztendlich aber ist die richtige Farbabstimmung ein starkes Erkennungsmerkmal der Gitarre und soll dem Betrachter schnell und beeindruckend ins Auge fallen und vor allem toll glänzen.

 

Aktualisiert ( Dienstag, den 11. Januar 2011 um 12:15 Uhr )