folgende Saitentypen werden auf akustischen und elektrischen Gitarren verwendet:

  1. Bronzesaiten aus 80/20 Kupfer/Zinn Legierung - brilianter Klang
  2. Messingsaiten aus 80/20 Cu/Sn bis 60/40 Cu/Sn
  3. Phosphorbronze Saiten aus 90/10 Cu/Sn Legierungen - am meisten verwendet
  4. Stainless Steel Saiten aus Edelstahl gegen Handschweiß - höherer Output am Pickup, da Eisengehalt höher
  5. Nickelstahl Saiten - höherer Output am Pickup, da Eisengehalt höher - bei Nickelallergien Vorsicht!
  6. Maxima Gold Strings mit Goldumfilmung - sehr schöner, brillianter Klang, aber teuer
  7. Superwound Saiten - hier liegt die Saite am Steg mit den Saitenkern auf, dann erst Umwicklung, Basssaiten schwingen besser
  8. beschichtete Saiten: Elixir mit Goretexfilm gegen Handschweiß - D'addario EXP Saiten

Dann gibt es spezielle gefertigte Saiten für Jazz und Archtop Gitarren, die einen voluminösen und dumpferen Klang bieten, Greif- und Gleitgeräusche verhindern:

  1. Flatwound Saiten - weniger Greifgeräusche, aber nicht mehr brilliant
  2. Halfround Saiten - etwas brillianter, weniger Greifgeräusche als mit herkömmlichen Saiten

Saiten für Konzert Gitarren:

  1. Nylonsaiten, Seide Saiten - auch Silk & Bronze genannt
  2. Darmsaiten aus Katzendarm
  3. glatte Nylonsaiten für die Bässe
  4. umsponnene Nylonsaiten mit Silber / Gold auf Basssaiten
  5. Kohlenstoff Saiten

Saitenstärken für Akkustische Gitarren:

  1. ultra leicht: .010 bis .048
  2. extra leicht: .011 bis .052
  3. leicht : .012 bis .054
  4. medium: .013 bis .056
  5. heavy: .014 bis .059
  6. bluegrass: .012 bis .056

E-Gitarren Saiten Stärken:

  1. ultra leicht: .008 bis 0.38
  2. extra leicht: .009 bis .042
  3. leicht: .009 bis .046
  4. medium: .010 bis 0.46 bzw. .052
  5. heavy: .011 bis 0.49 bzw. .054
  6. heavy: .012 bis 0.56

für akkustische Gitarren empfiehlt es sich, eher stärkere Saiten, also 0.011er oder .012er Sätze zu spielen, wie zu leichte Sätze, dies ist aber eine Geschmacksache als auch ein Aspekt der leichteren Bespielbarkeit für zarte Fingerchen.

Wie immer empfiehlt es sich mehrere Typen anfangs auszuprobieren, bis man den Saitentyp gefunden hat, den man dann auf längere Zeit verwenden möchte. Für Westerngitarren ist einfach ein brillianter und obertonreicher Klang verbunden mit satten Bässen sehr vorteilhaft. Allerdings ist es auch eine Frage der Finanzen, so daß man sich nicht einfach für hochwertige Optima / Maxima Gold Strings entscheiden kann, vor allem wenn man viel spielt und häufig Saiten wechseln muss. Ist man Profi sieht die Sache dann wieder anders aus und die Qualität und der Klang stehen eben im Vodergrund.

Sehr vorteilhaft sind Elixir Saiten, die ich euch einfach empfehlen kann, sie einmal auszuprobieren; der Preis ist jedoch um ein einiges höher als wie bei gewöhnlichen Saiten. Für Aufnahmen und Konzerte ist es jedenfalls wämstens zu empfehlen, sich frische Saiten vorher aufzuziehen und sie vorher einzuspielen, damit sie sich nicht so leicht verstimmen.

Für E-Gitarren und deren Stärken gibt es bestimmt soviele Meinungen wie Gitarren und Gitarristen. Sehr leichte Saiten sind wunderschön zu spielen aber empfindlicher gegenüber Stimmfestigkeit und dem Vibratomechanismus. 9er Sätze sind wohl sehr häufig anzutreffen und werden gerne verwendet, vor allem der extra leichte Satz von .009 bis .042 - D'addario hilft auch hier noch mit farblichen Unterschieden an den bullets, sprich Messingbällchen, an denen sie eingehängt werden, so kann man fast nichts mehr falsch machen beim Saitenwechsel. Wer gesunde Fingerkräfte und Größen vorweist ist vielleicht mit einem .010er Satz gut bedient, da hier die Zugkräfte und auch der voluminöse Klang als auch die Verstimmungsfreiheit höher sind. Alles eine Frage der Zeit, des Ausprobierens und deines Geschmacks. Dann kann es auch sein, daß jemand eine Allergie gegen Nickelbeschichtungen hat und muss auf Edelstahl, Goldsaiten oder gar beschichtete Elixirsaiten ausweichen, alles schon gehört und da gewesen.

Leute wie ich, die sehr viel schwitzen und aggressiven Handschweiß haben, sind bedauernswert, ich muss manchmal nach einer intensiven Aufnahme von ca. 1-2 Std. die Dinger wieder runtermachen, so verdreckt, angelaufen und kaputt sind sie danach - allerdings schinde ich auch die Saiten aufs heftigste mit Bendings, Plektrum und Anschlägen, daß mir meine Klampfe manchmal leid tut.  Hilft nichts, wenn's gut klingen soll. Dann lieber günstigere Saiten und vor allem viele davon auf Vorrat kaufen.

 

 

Aktualisiert ( Mittwoch, den 12. Januar 2011 um 10:01 Uhr )