Der Stahlstab ist eine Verstärkung für den Hals um der Zugkraft der Saiten entgegenzuwirken. Er kann aus Hölzern, Kunststoffen oder Metall bestehen. Englische Bezeichnung Truss Rod oder Thrust rod. Etwa in den 50er Jahren erfand Gibson ein Patent für einen Stahlstab, der mit Gewinde und Einstellschrauben die Halswölbung verändert. Der Stab wird in der Regel unter dem Griffbrett in einem Kanal des Halses geführt und eingelegt, meist am Kopfende befestigt und dann durch das Schallloch mit einer Imbusschraube nachgezogen. Da der Stab schon leicht gewölbt ist bewirkt das Nachziehen eine Verformung in die gewünschte Richtung. Beim Lockern kommt der Hals leicht nach vorne, zieht man die Schraube fester an, neigt sich der Hals nach hinten, wird gerader. Wechselst du nun auf stärkere Saiten, dann kann es durchaus notwendig werden, die Halswölbung zu korrigieren. Es gibt aber auch Gitarren, die zwar Stäbe im Hals haben, der aber nicht justierbar ist.

Das Einstellen des Stabes für die Wölbung des Halses ist eine kritische Sache und nichts für Anfänger oder Bastler, da der Hals plötzlich brechen oder splittern kann. Hier empfehle ich wieder den Fachmann zu konsultieren oder zu einem Gitarrenbauer zu gehen. Manche Gitarristen haben schon mehrere Gitarren umgebaut oder modifiziert und demnach ihre Erfahrungen gemacht. Kennst du so jemanden, dann geht doch die Sache gemeinsam an. Ich habe es selbst noch nicht gemacht und lasse auch gerne die Finger davon.

Da eine Konzertgitarre komplett verleimt ist wäre eine Beschädigung des Halses durch falsches Anziehen des Stabes das Ende der Geschichte. Auch bei Westerngitarren sehe ich die Sache kritisch und es wird von allen Seiten empfohlen, den Fachmann ranzulassen.

Aktualisiert ( Montag, den 20. Dezember 2010 um 12:32 Uhr )